Neu im Kino

„Der Kameramörder“ nach Thomas Glavinic

Lexikon | Michael Omasta | aus FALTER 13/10 vom 31.03.2010

Die überraschende Pointe von Thomas Glavinics vielgelesenem Roman – in dem sich zwei Paare über Ostern in einer Designerhütte am Seeufer einfinden, Beziehungskrisen verbalisieren und in polizeiliche Ermittlungen um drei verschwundene Kinder verstrickt werden – ist, dass sich der Erzähler am Ende als Mörder erweist. Mit konventioneller Fernsehspieldramaturgie ist ihr nicht beizukommen. Robert Adrian Pejos Verfilmung von „Der Kameramörder“ sieht nun aus, als gelte es genau dies zu beweisen. In den Hauptrollen machen Dorka Gryllus, Merab Ninidze, Ursina Lardi, was sie wollen; der einzige Trumpf ist Andreas Lust, lange Zeit „der Ungute“ in diesem schlicht unspielbaren Quartett.

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