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„Taris, roi de l’eau“ von Jean Vigo (1931)

Lexikon | aus FALTER 13/10 vom 31.03.2010

Ein vernachlässigter Außenseiter im Werk von Jean Vigo (1905–1934) ist das zehnminütige Porträt von Jean Taris, dem Wassersportler, der allein 1929 23 französische Schwimmrekorde gebrochen hat. „Taris, roi de l’eau“ beginnt als gewöhnlicher Dokumentarfilm, entwickelt sich aber bald zur avantgardistisch inspirierten Fantasie: Zeitlupe, Rückwärtslauf, Achsensprünge, kombiniert mit dem willkürlich arrangierten Einsatz dreier Tonelemente (Voice-over-Kommentar, realistische Geräuschkulisse, absolute Stille), kulminieren in einer traumhaft anmutenden Unterwassersequenz, in der Taris – nachdem er einige Runden unter Wasser im Kreis gelaufen ist – es sich in seinem Element gemütlich macht. Mo

Zyklisches Programm im Filmmuseum, Di 19.00 (OF)


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