Noch im Kino

Apokalypse als Western: „The Book of Eli“

Lexikon | Michael Pekler | aus FALTER 13/10 vom 31.03.2010

Wenn Asche von Himmel fällt, ist die Apokalypse schon vorbei. Wer dann noch lebt, hat entweder Glück oder Pech gehabt, jedenfalls aber eine Aufgabe, denn im Subgenre des Endzeitthrillers sind die Letzten nun wirklich die Ersten. So auch ein zerlumpter Denzel Washington, der am Beginn von „The Book of Eli“ eine Gasmaske aufhat, in ersten Auseinandersetzungen mit anderen Übriggebliebenen sich als philosophische Kampfmaschine erweist und schließlich in einer von Gary Oldman tyrannisierten Stadt sich mit dem Despoten anlegt, weil dieser ihm sein Buch aus dem Ranzen wegnehmen will.

Allen und Albert Hughes („From Hell“) marschieren durch die Ideengeschichte der Menschheit, die der Computerspieljournalist Gary Whitta in einen apokalyptischen Western verpackt hat. Ein gerade aufgrund seiner vorgeblich düsteren Zukunftsvision altmodisch wirkendes Crossover, in dem der Retter der Armen und Schwachen der nächsten Generation sich den Weg freikämpft, um unter ausgewaschenem Wüstenhimmel das Buch der Bücher dorthin zu bringen, wo es hingehört: ins richtige Regal.

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