Ohren auf

Sammelkritik

Lexikon | Klaus Nüchtern | aus FALTER 13/10 vom 31.03.2010

Zu Fuß oder per Zug? Und wohin überhaupt?

Die Wanderer, ein Zug und eine Formation, die im Zickzack voranschreitet. Gleich drei heimische Jazz-Veröffentlichungen spielen im Titel oder Bandnamen auf Bewegungsarten an. Das eindeutigste Programm gibt „Orient Express“ (Extraplatte) vor. Die von Oguz Büyükberbers Bassklarinette angetriebene Eröffnungsnummer „Bahçe“ erfüllt die Erwartungen denn auch: jazzige Aneignung einer (imaginären) Folklore. Das „Fernweh“, das die junge Salzburger Saxofonistin Sophie Hassfurther artikuliert, überträgt sich leider nur bedingt auf den Hörer, weil nicht immer nachvollziehbar ist, wohin es das Quartett zieht: „Suche“ ist gewiss ein adäquater Titel für das entsprechende Stück, nur bleibt das Ziel bis zum Schluss verborgen.

Auch die New Yorker Band des soeben mit dem Hans-Koller-Preis als „Sideman of the year“ ausgezeichneten Drummers Peter Kronreif ist mit zwei Saxofonisten rohrblattlastig besetzt. Auf „Gloaming“ (Session


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige