Seinesgleichen geschieht

Justiz versus Medien: Ist die Pressefreiheit auch nur so ein Luxus?

Der Kommentar des Chefredakteurs

Falter & Meinung | Armin Thurnher | aus FALTER 13/10 vom 31.03.2010

Man kann nicht sagen, dass wir in einem Land leben, das die Pressefreiheit als besonderen Wert schätzt. Herr und Frau Wert kommen uns zwar auf Plakaten und in Sonntagsreden entgegen, und nicht zu knapp. Auch aus der Werbung sind sie dem Publikum vertraut, mit der aufdringlichen Botschaft, wichtig sei bei allem der kleine Preis. Je mehr Missbrauchsfälle in der Kirche bekannt werden, desto mehr beruft sie sich auf ewige Werte. Und je mehr verbrecherischer Missbrauch des freien Markts durch gierige Banker und skrupellose Manager zutage tritt, desto mehr wird der Wert der freien Marktwirtschaft an sich beschworen.

Ähnliches steht im Fall der Pressefreiheit durchaus zu befürchten. Die Pressefreiheit ist immer in Gefahr. Sie wurde in bürgerlichen Revolutionen erkämpft und kam irgendwann auch zu uns. Sie ist also nicht besonders alt und scheint manchen auch nicht besonders wertvoll. Das Recht, öffentlich gegen den Feudalherrscher zu sagen, was man weiß, und nach dem zu fragen, was dieser


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