Kleines Glück Große Abzocke

Politik | aus FALTER 13/10 vom 31.03.2010

Zehn Jahre lang war Hans Ploss spielsüchtig. Danach nahm er den Kampf gegen das kleine Glücksspiel auf

Bericht: Matthias G. Bernold

Seine Spielerkarriere, sagt Hans Ploss, ist eine unter zehntausenden. Alles begann, als ihm fad war und sein Leben in Schwebe geriet: Job, Privatleben, die Liebe – nichts lief mehr, wie es sollte. Irgendwann Mitte der 1990er-Jahre warf der Mathematiker, der heute an der Universität Wien unterrichtet, zehn Schilling in einen Spielautomaten in einem Café beim Franz-Josefs-Bahnhof. Zehn Jahre später stand er da mit mehreren zehntausend Euro Schulden. Hätte der gebürtige Vorarlberger nicht seine jetzige Frau kennengelernt – Ploss säße wohl immer noch in einem versifften Automatencafé, statt seit fünf Jahren gegen die Spielautomatenindustrie zu kämpfen.

Wenn Ploss dieser Tage in den Zeitungen über die geplante Novelle des Glücksspielgesetzes liest, muss er sich wundern. Der Streit der Koalition um ein neues Gesetz, das auch die Grundlagen des sogenannten


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