Tortillakrise & Co: Politik um das Recht auf Nahrung

Politik | aus FALTER 13/10 vom 31.03.2010

Das aktuelle Jahrbuch Lateinamerika zeigt, wie der Kampf um Land und Lebensmittel die Politik des Subkontinents bestimmt

Rezension: Ralf Leonhard

Die Nahrungsmittelkrise im Jahr 2007 hat nicht nur die Euphorie um die Agrotreibstoffe empfindlich gedämpft, sie hat auch eine weltweite Debatte über Anbaumethoden und nicht zuletzt Handelsregeln für agrarische Rohstoffe in Gang gesetzt. Begriffe wie Ernährungssicherheit, Ernährungssouveränität und Recht auf Nahrung sind seither über reine Insiderzirkel hinaus geläufig. Allerdings werden sie nicht immer kenntnisreich und oft gar unterschiedslos verwendet. Dem hilft Armin Paasch in seinem Beitrag „Kampf gegen den Hunger – Paradigmen im Widerstreit“ ab, mit dem der jüngste Band aus der Reihe „Lateinamerika. Analysen und Berichte“ eröffnet.

Während sich der erste Begriff auf die Verfügbarkeit von Nahrung bezieht, beschreibt der zweite eine Politik, die den Anbau von Nahrungsmitteln gegenüber der exportorientierten landwirtschaftlichen


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