Nachgesehen

Der Schauplatz, am Tag nach dem Geschehen noch einmal betrachtet

Politik | Wolfgang Zwander | aus FALTER 13/10 vom 31.03.2010

Tierschutzhaus: die Angst vor einer Kampfhunde-Euthanasie

Sie sitzen in ihren vergitterten Boxen auf dem Betonboden, isoliert, bellen die Besucher traurig an. Keiner will sie: die sogenannten Kampfhunde im Wiener Tierschutzhaus. Die Volksbefragung im Februar endete mit einem eindeutigen Ergebnis, das die Hunde mit dem schlechten Image hierher gebracht hat. Neun von zehn Teilnehmern stimmten für einen verpflichtenden „Kampfhunde“-Führerschein, der mit 1. Juli eingeführt werden sollte – nachdem die Opposition das Gesetz am Freitag geschlossen blockiert hat, könnte es jetzt noch zu einer Verschiebung des Termins kommen. Währenddessen schieben immer mehr Kampfhundebesitzer ihre Tiere einfach ins Tierschutzhaus ab, wo sie quasi unvermittelbar bis zu ihrem Lebensende bleiben. Mittlerweile müsse man schon für mehr als 160 Hunde sorgen, sagt Tierschutzhaus-Sprecher Alexander Willer. Und jede Woche kämen neue hinzu. „Ich warte nur darauf, dass die Idee einer Kampfhunde-Euthanasie laut wird.“


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