Architektur, zu der sich prima tanzen lässt

Feuilleton | aus FALTER 13/10 vom 31.03.2010

Wenn sogar die Heiligenscheine mitwippen: Das Festival sound:frame ließ die Karlskirche in neuem Licht erstrahlen

Reportage: Florian Obkircher

Wie ein leuchtendes Pendel hängt die Lampe im Raum, berührt fast den Boden. In ihrer Form erinnert sie an eine überdimensionale Version von Wilhelm Wagenfelds Bauhausklassiker. Oder an Fado, die Kugelleuchte von Ikea.

An einer schwarzen Kordel baumelt sie von der Decke, umringt von Menschen, die sie leicht anschubsen und deren Augen durch die Künstlerhaus-Passagegalerie wandern. Allerdings nicht der Lampe folgend, sondern dem abstrakten, rauschenden Elektroniksound, der mit jeder Pendelbewegung des Lichts seine Quelle im Raum verändert.

Ähnlich wie die an die Wände projizierten, digitalen Texturen, die den Galerieraum wie eine lebendige Tapete überziehen. Und mit jedem Lampenschwung neue Formen annehmen. Eine 3-D-Erfahrung, für die man keine Brille braucht. Ein Werk, das die Quintessenz von sound:frame, dem Wiener Festival für audiovisuelle


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