Ein Punk als Primaballerina

Feuilleton | aus FALTER 13/10 vom 31.03.2010

Die Wiener Pop-Weltenbummlerin Tanja Frinta und ihre Band Lonely Drifter Karen

Feature: Gerhard Stöger

Nach Wien zu kommen, sagt Tanja Frinta, fühlt sich schon ein bisschen wie ein Besuch an. Eher aber sei es doch ein Nachhausekommen. Ganz sicher ist sich die 30-Jährige freilich nicht. Kein Wunder, schaut die Sängerin, Songwriterin und Gitarristin, die als Kopf der Gruppe Lonely Drifter Karen europaweit Beachtung findet, inzwischen auch nur mehr alle heiligen Zeiten in ihrer alten Heimat vorbei.

Wie jetzt, um Interviews zu „Fall of Spring“ zu geben, dem erneut beim renommierten belgischen Avantgardepoplabel Crammed Discs erscheinenden zweiten Album ihrer Band; „Grass Is Singing“ hieß 2008 das Debüt.

„Mit ihrer süßen und klaren Stimme könnte Tanja Frinta Tom Waits’ imaginäre Tochter sein“, schrieb das französische Magazin Les Inrockuptibles damals. Auch die britische Erwachsenenpoppresse zeigte sich angetan von dieser gediegenen Mischung aus Singer/Songwriter-Pop, Musicalmelodie,


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