Auftritt: Dominique Meyer

Feuilleton | aus FALTER 13/10 vom 31.03.2010

Der designierte Staatsoperndirektor hat seine erste Spielzeit präsentiert. Interpretation einer Pressekonferenz

Analyse: Carsten Fastner

Noch ist der Vorhang geschlossen; doch die Musik erklingt bereits und gibt uns einen Vorgeschmack auf das, was kommt, sobald die Bühne freigegeben wird. Das Publikum einzustimmen, die wichtigsten Themen, Charaktere und Handlungsstränge musikalisch vorzustellen: Das ist der Zweck einer Opernouvertüre.

Vergangene Woche wurde in der Wiener Staatsoper eine Ouvertüre ganz ohne Musik gegeben. Dominique Meyer, der am 1. September die Leitung des Hauses von Ioan Holender übernimmt, hat seine erste Spielzeit präsentiert.

Man kann so eine große Pressekonferenz auch wie eine Inszenierung lesen. Denn nicht nur die verlesenen Fakten, auch die dramaturgischen Details geben einen Ausblick darauf, was uns erwartet, wenn sich am 5. September mit Wagners „Tannhäuser“ der Vorhang für die neue Ära an der Staatsoper öffnet.

Der Auftritt

Ein Routinier und Opernnarr


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