Brecht im Kopf, Proust im Herzen

Feuilleton | aus FALTER 13/10 vom 31.03.2010

Auf der Suche nach der verlorenen Bar: Dieter Haspel ist der Altbauer der Garage X

Porträt: Wolfgang Kralicek

Es sieht so aus, als wollten sie Dieter Haspel fertigmachen. Zuerst haben sie aus seinem Stammlokal, dem Café Salzgries in der Marc-Aurel-Straße, einen französischen Gourmettempel (Le Salzgries) gemacht. Und jetzt haben sie sein Theater, das Ensemble Theater am Petersplatz, in eine postdramatische Performancebühne (Garage X) verwandelt.

Haspel ist trotzdem gut drauf. Im Retsina, einem Griechen in der Gonzagagasse, hat er ein neues Stammlokal gefunden („Die Griechen stehen auf mich, weil ich so gern Ouzo trink“). Und für die Garage X inszeniert er gerade „Gespenster“ von Wolfgang Bauer.

Ist also eh alles wie immer? Nicht ganz: Im ehemaligen Ensemble Theater haben mit Ali M. Abdullah und Harald Posch zwei 20 Jahre jüngere Regisseure das Ruder übernommen, Haspel spielt nur noch die Rolle des Seniorchefs. Der Deal, den das Kulturamt mit den neuen Direktoren abgeschlossen


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