Diese Woche haben wir gelernt

Bemerkenswerte Stadt-Begebenheiten

Stadtleben | aus FALTER 13/10 vom 31.03.2010

... dass die Lipizzaner-Grippe weiter umgeht. Rund 30 der Hengste sind bisher an einem Atemwegsinfekt erkrankt; bis Anfang April wurden alle Aufführungen abgesagt. Einige der Pferde sollen sich bereits wieder auf dem Weg der Besserung befinden. Sie erhalten eine Therapie, von denen unsereiner nur träumen kann – etwa mit vitaminösem Futter und Ultraschallinhalatoren.

… dass Wien schön ist, wie derzeit eine neue Plakataktion der gemeindeeigenen Gewista zeigt. Hobbyfotografen konnten Wien-Bilder an das Echo-Medienhaus schicken. Von den 9000 dort eingelangten wurden 1000 von der Gewista affichiert – vom Stephansdommotiv bis zur Wienerwaldwiese.

… dass der Wagenplatz schon wieder weg muss. Seit bald einem Jahr tingelt das Grüppchen alternativer Wohnwagenbewohner durch Wien und kann sich mit der Gemeinde auf keinen definitiven Standort einigen. Ein bereits fixierter in der Donaustadt scheiterte im Juni 2009, nachdem die Bezirks-FPÖ eine Kampagne begonnen hatte (siehe Falter 26/09). Vergangene Woche mussten die Wagenplatzler einen weiteren Übergangsstandort im Prater verlassen.

... dass Straßenkunst anscheinend nicht mehr erwünscht ist. Im Zug einer rigideren Regulierung des Straßentreibens (siehe auch Bettelverbot, S. 41) wurde nun einer der längstdienenden Straßenkünstler der Stadt, Abraham Till vulgo „El Diabolero“, von der Polizei angezeigt. Sein Jonglieren stelle angeblich eine Gefahr für Passanten dar. Seit elf Jahren werkt Till (unfallfrei) am Stephansplatz. Mit vorläufigem Berufsverbot belegt, fürchtet der Artist nun nach eigenen Angaben den Ruin.


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