Wiener Tafelspitze: Armut verwalten oder abschaffen?

Stadtleben | aus FALTER 13/10 vom 31.03.2010

Überschüssige Lebensmittel denen geben, die sie brauchen: In Wien kämpfen jetzt schon zwei Tafel-Projekte gegen die Armut

Bericht: Christopher Wurmdobler

Wir finden es nicht sinnvoll, dass Tonnen von frischen Lebensmitteln jeden Tag auf dem Müll landen“, sagen smarte Radiogesichter und andere junge Menschen im TV-Spot und blicken betroffen in die Kamera. „Gleichzeitig gibt es in Österreich eine Million Menschen, die an der Armutsgrenze leben.“ Medial wirksam und zur besten Sendezeit verkündet, bilden Stars des Radiosenders Ö3 kurzerhand das „Team Österreich“ und suchen nun Leute, die aktiv helfen wollen.

Vorvergangene Woche ging in Wien und einigen Bundesländern die Team-Österreich-Tafel an den Start: Gemeinsam mit dem Roten Kreuz sammelt man überschüssige Lebensmittel, Waren, die in Ordnung, aber nicht mehr verkaufbar sind, und verteilt sie an Bedürftige. Klingt toll. Und irgendwie bekannt. Denn ähnlich arbeitet die Wiener Tafel seit mehr als zehn Jahren. 7500 Menschen


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