Bettelverbot: Was bitte schön heißt „gewerbsmäßig“, Frau Gemeinderätin Nurten Yilmaz?

Stadtleben | aus FALTER 13/10 vom 31.03.2010

Interview: Joseph Gepp

Viel Protest und große Aufregung verursachte vergangene Woche das im SPÖ-dominierten Gemeinderat beschlossene Verbot für gewerbsmäßiges Betteln. Denn: Welches Betteln ist eigentlich nicht gewerbsmäßig?

Nurten Yilmaz, 52, SPÖ-Gemeinderätin aus Ottakring, verteidigte vergangene Woche das Gesetz in einer hitzigen Gemeinderatsdebatte.

Falter: Frau Yilmaz, welches Betteln ist eigentlich nicht gewerbsmäßig?

Nurten Yilmaz: „Gewerbsmäßig“ bedeutet in diesem Fall organisiert. Das heißt, dass wir mit dieser Gesetzesnovelle die Hintermänner treffen wollen, die Betteltouren organisieren und Leute nach Wien schleppen.

Wer sollen diese Hintermänner sein?

Yilmaz: Schauen Sie, vor zwei Jahren haben wir das Betteln mit Kindern verboten. Damals waren ebenfalls von diversen NGOs bis zu den Grünen viele dagegen. Aber es war notwendig, denn viele Leute standen bei minus zwei Grad mit ihren Kindern auf der Straße und bettelten mit deren Hilfe. Mit dem Gesetz konnten wir


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