Der lange Marsch zum Aufsteirern

Steiermark | aus FALTER 13/10 vom 31.03.2010

Vier Merian-Ausgaben in fünfzig Jahren: Unterwegs ins Wohlfühlmuseum

Magazinkritik: Herwig G. Höller

Der Steirer ist einer, der in der großen, vernetzten Welt seine kleine über alles liebt, in dessen Herzen gar ein Zweitaktgemisch aus Kürbiskernöl und Schilcherwein brennt. Die mit großformatigen Hochglanzbildern illustrierte Rede ist von einem Land in seiner ganzen Pracht und Tracht, mit Sinn für Tradition und den guten Ton, mit alten Bollwerken und neuen Ideen, von einem Land, das hoch hinaus ragt und tief blicken lässt, wo Mensch und Natur in Harmonie leben. Aber auch von Graz, wo sich Land und Stadt bei bester Laune treffen, wo mit Stolz die Geschichte bewahrt wird und das Herz die Kunst durch die Gassen pumpt. Oder poetisch: „Graz hat eine Feder am Hut und Augen so grün wie die Mur.“

Tief in die Klischeekiste greift das dieser Wochen erschienene Heft von Merian, das sich nach 1960, 1984 und 2001 einmal mehr mit der Steiermark beschäftigt. Die Steiermark-Merians zählen


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