Mein Papa, der Pfarrer

Steiermark | aus FALTER 13/10 vom 31.03.2010

Wie sich die katholischen Bischöfe mit den zahlreichen Priestern in Beziehungen arrangieren

Bericht: Gerlinde Pölsler

Die Geschichte, wie alles angefangen hat mit ihren Eltern und also auch mit ihr, erzählt Julia Ramsmaier gern. „Als mein Großvater gestorben ist, hat die Mama mit der Oma eine Kirche für das Begräbnis gesucht. Dort hat sie meinen Vater kennengelernt. Das war im März 1989, im September 1990 war ich dann da“, sagt sie fröhlich. „Da hat mein Papa in der Messe gesagt: ‚Ich habe jetzt eine Tochter.‘ Nur zwei, drei Leute sind aufgestanden und gegangen.“

Der Vater der heute 19-Jährigen war der aus Indien stammende Alcantara Gracias, fast zwei Jahrzehnte lang Priester der Pfarre Tabor in Steyr. Für Julia war er immer „der Papa“, im Pfarrbrief schrieb er über „meine Familie“. Nach seinem Tod im Vorjahr standen die Namen von Julia und ihrer Mutter auf der Parte.

Wie gibt’s denn so was? Ein Pfarrer, der hochoffiziell zu Frau und Kind steht – und die Kirche


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige