Die Kraft von Stimmen, Wind und „Muata Erdn"

Steiermark | Herwig G . Höller | aus FALTER 14/10 vom 07.04.2010

Erstmals im Grazer Mumuth – ein großes Chorkonzert

Es gibt sie natürlich auch, große Chorveranstaltungen, die wohltuend auf Chorolympiaden-Pathos und singend aufeinandertreffende Völkerscharen verzichten. Im November 2010 steigt etwa einmal mehr „Styria Cantat", Kammer- und Amateurchöre werden hier neue Kompositionen österreichischer Komponisten im Mumuth zum Erklingen bringen. Doch schon dieser Tage wird sich dieses Konzerthaus der Grazer Musikuniversität (KUG) erstmals mit einem großen Chorkonzert einschlägig positionieren.

„Invocations. Vocal – space – experience" nennt sich die Veranstaltung, mit dabei sind das Chorforum Gleisdorf, Chöre und Ensemble der KUG, Myriam García am Violoncello, die experimentell veranlagte Vokalsolistin Ingrid Schmoliner und Dirigent Franz Jochum. Angekündigt wird ein multidimensionales Raumerlebnis mit mehr als hundert Musikern und vier Chorkompositionen. Darunter ein eher meditatives Werk von Klaus Lang („berge.träume"), er unterrichtete in Graz Komposition, sowie zwei Stücke von Hermann Markus Preßl, die auch außerhalb des eigentlichen Konzertsaals wahrnehmbar sein werden.

Highlight sind aber fraglos die zwei Uraufführungen des Abends. Schmoliner, sie ist auch als Komponistin tätig, wird ihren Windgesang „Il canto del vento" präsentieren. Und in „muata erdn" – einem neuen Werk von Denovaire – beschwören gleich drei Chöre, Percussionisten und Schmoliners Stimme die Kraft der Mutter Erde. „Schaltet eure Hirne aus und lehnt euch zurück, auf geht die Reise, viel Spaß, und nehmt euch was mit in eure Alltäge", meint Komponist Denovaire.

Mumuth, Do 19.45


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