Glosse

Gott, Glaube, Krone: Nichts ist so dauerhaft, wie es den Anschein hat

Die großen Fragen

Falter & Meinung | Matthias G. Bernold | aus FALTER 14/10 vom 07.04.2010

So mancher sorgt sich um das Seelenheil der Gläubigen, die derzeit in Scharen das Haus der Kirche verlassen. Dabei sind die Austritte nach den Missbrauchsfällen längst nicht die beunruhigendste Nachricht. Diese kommt nämlich vom Meinungsforschungsinstitut Imas, das vorführt, wie brüchig unser Glaubensfundament geworden ist: 34 Prozent der Österreicher glauben demnach an eine diffuse göttliche Macht, aber nur 25 Prozent an den Gott der Bibel. Einzig ein Detail einer älteren Studie spricht wider den säkularen Ungeist: 42 Prozent glauben noch an Wunder. Ist es ein Zufall, dass diese Zahl der Leserschaft der Kronen Zeitung entspricht? Sei’s drum. Laut Mediaanalyse wenden sich die Menschen nicht nur von der Kirche ab, sondern auch von Hans Dichands wertestem Stück. Nur etwas langsamer.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige