Kommentar

Zur Vorbeugung gegen Islamophobie: ein Tag der offenen Moschee

Integration

Falter & Meinung | Stefan Apfl | aus FALTER 14/10 vom 07.04.2010

Eine Reisegruppe muslimischer Jugendlicher hat im spanischen Córdoba einen Eklat verursacht. Beim Besuch in der Mezquita-Kathedrale fingen Dutzende der 118 Besucher, von Spiritualität überwältigt, zu beten an (siehe S. 17). Lässt man die folgende Rangelei sowie die wechselvolle Geschichte der Kathedrale außer Acht, so haben die Muslime einen richtigen Schritt getan: nämlich jenen in ein „fremdes“ Gotteshaus.

Es braucht weder statistisches Material noch Wagemut, um zu behaupten, dass nur eine Minderheit aller Österreicher außerhalb des Türkeiurlaubs jemals einen muslimischen Gebetsraum betreten hat, geschweige denn jenen im eigenen Hinterhof. Auf dieses gefährliche Paradoxon – größtmögliche Nähe bei größtmöglicher Distanz – setzt auch Heinz-Christian Strache. Seinem Haus- und Hofdichter Herbert Kickl wird wohl auch im Wien-Wahlkampf kein Abendlandreim zu blöd sein (Stichwort: Pummerin statt Muezzin).

Die Muslime werden sich empört zeigen; Bürgermeister Michael


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