Begriffsbestimmung

Politik | aus FALTER 14/10 vom 07.04.2010

Unterhalt: Jeder Mensch, der ein Kind in die Welt setzt, muss für dessen Unterhalt aufkommen, entweder in Form von Naturalleistungen oder in Form von Geld. Prinzipiell hat die Unterhaltspflicht mit der Obsorge nichts zu tun

Obsorge: ist die Pflicht zur Pflege und Erziehung eines minderjährigen Kindes, samt der gesetzlichen Vertretung und der Vermögensverwaltung. Bei ehelichen Kindern haben beide Elternteile die Obsorge, bei unehelich geborenen die Mutter.

Scheidung: Im Prinzip gilt die gemeinsame Obsorge weiter. Will ein Elternteil das nicht, überträgt das Gericht einem von beiden die alleinige Obsorge. Der nicht obsorgeberechtigte Elternteil hat ein Informations- und ein Besuchsrecht.

Zahlen und Fakten

Familien gibt es in Österreich, in denen Kinder leben. Davon 980.000 Ehepaare, 145.000 Lebensgemeinschaften und 293.000 Ein-Eltern-Familien.

Alleinerziehende mit Kindern unter 15 Jahren gibt es in Östereich: 8700 davon sind Väter (Quelle: Statistik Austria)

48 Prozent

beträgt die Gesamtscheidungsrate, die durchschnittliche Ehedauer geschiedener Ehen liegt bei 9,6 Jahren. Im Jahr 2008 waren 21.000 Kinder von Scheidungen ihrer Eltern betroffen (Quelle: Studie des Justizministeriums)

54 Prozent

aller geschiedenen Paare einigen sich auf gemeinsame Obsorge, 73 Prozent davon sind damit zufrieden. 60 Prozent aller Kinder in dieser Konstellation haben mindestens einmal die Woche Kontakt zum zweiten Elternteil (Quelle: Studie des Justizministeriums)

35 Prozent

aller Kinder geschiedener Paare, bei denen ein Partner das alleinige Obsorgerecht hält, haben Kontakt zum anderen Elternteil. Bei zehn Prozent ist der Kontakt zum zweiten Elternteil ganz abgebrochen (Quelle: Studie des Justizministeriums)


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