Nachgetragen

Wien, Europa und die Welt. Journal mehr oder weniger bedeutender urbaner Begebenheiten

Politik | aus FALTER 14/10 vom 07.04.2010

Beten in der Kathedrale: Muslimische Jugendliche sorgen für einen Eklat

Stefan Apfl

Als Alexander Osman das Telefon abhebt, steht er im Gericht von Córdoba. Nein, sagt er, weder sei es in der Kathedrale zu einer Schlägerei gekommen, noch habe einer der Muslime ein Messer gezogen.

Am vergangenen Mittwoch hatte eine Reisegruppe der Muslimischen Jugend, deren Sprecher Osman ist, im spanischen Córdoba für einen Eklat gesorgt. Bei einem Besuch der Mezquita-Kathedrale hatten sich mehrere Dutzend Muslime spontan entschlossen, ihr Nachmittagsgebet zu verrichten. Nun ist die Mezquita keine „normale“ Kathedrale, sondern eine ehemalige Moschee, die seit Jahren für heftige Diskussionen über islamische Nutzung sorgt.

Was genau geschah, nachdem die Betenden einen Security ignoriert hatten, darüber gibt es zwei Versionen. Die Polizeisprecherin nennt es eine Schlägerei, bei der zwei Securities verletzt wurden und ein Muslim ein Messer gezogen haben soll. Der Bischof von Córdoba spricht von einem


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