Ist das Erotikambiente, oder ist das schon Kunst?

Feuilleton | aus FALTER 14/10 vom 07.04.2010

Wenn in der Secession geschnackselt wird, dann weicht die Kunst eben in den Swingerclub aus: „Wo Ich war soll Es werden“

Reportage: Klaus Nüchtern

Elf Uhr Vormittag ist gewiss nicht die Zeit, zu der man normalerweise einen Swingerclub aufsucht. Die Tür lässt sich dennoch öffnen, worauf eine Stimme vom Band dazu auffordert, sie auch bitte wieder zu schließen. Drinnen wird man von unspärlich bekleideten, freundlichen jungen Künstlern begrüßt. Peter Fritzenwallner, Ines Hochgerner, Markus Proschek und Reinhold Zisser sind damit befasst, eine Woche vor der Vernissage die von insgesamt 30 Künstlerinnen und Künstlern bespielte Ausstellung „Wo Ich war soll Es werden“ einzurichten – eine ironische Verkehrung von Freuds das Gegenteil besagendem (und korrekt interpunktiertem) Satz aus den Vorlesungen zur Einführung in die Psychoanalyse.

Zu Freud ist es auch im Element 6 in der Kaiserstraße nicht weit; was damit zu tun hat, dass der Swingerclub auf Initiative des Künstlers Christoph

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