Wenn der Wüstenrock lockt

Feuilleton | aus FALTER 14/10 vom 07.04.2010

Die junge Tuareg-Band Tamikrest trifft auf das US-Trio Dirtmusic

Doppelrezension: Sebastian Fasthuber

Wo auch sonst? Es geschah dramaturgisch günstig in der Wüste, dass die aus Mali stammenden jungen Tuareg-Musiker Tamikrest und die US-Folkrocker Dirtmusic sich zum ersten Mal begegneten. Beim jährlichen Festival du Desert in Essakane stiegen die beiden Gruppen 2007 in einen spontanen Jam ein. Er dauert bis heute an.

Dass in Mali – irgendwo zwischen der Sahara und der Hauptstadt Bamako – das Zentrum von Afrikas Rockmusik liegt, ist nichts Neues. Hier wirkte bereits der 2006 verstorbene Gitarrist Ali Farka Touré, den sie auch „König des Wüsten-Blues“ nannten. Und von hier kommen die Wüstenrocker Tinariwen, die vor einigen Jahren mit dem Album „The Radio Tisdas Sessions“ international bekannt wurden.

Einige der spannendsten Rockplatten der letzten Zeit sind das Produkt von Rückkopplungen zwischen angloamerikanischem Rock und seiner zeitgenössischen afrikanischen Ausprägung.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige