Neue Regale für die alten Schubladen

Feuilleton | aus FALTER 14/10 vom 07.04.2010

Der Wiener Pianist und Komponist Hannes Löschel ist ein Transformator zwischen Konzertmusik und Musiktheater

Porträt: Carsten Fastner

Eigentlich erlebe ich mich gar nicht so sehr als vielseitig“, sagt Hannes Löschel, und man staunt. Immerhin ist der Mann seit Jahren tätig als Pianist, Ensembleleiter, Arrangeur, Musikvermittler, Universitätsdozent, Labelbetreiber, Kurator (Soundgrube im Blue Tomato, Musikschiene im Odeon) und, nicht zuletzt, als Komponist fürs klassische Konzertformat, aber auch für Film, Tanz und Theater, Varietés und Telefonanlagen.

Freilich, Löschel hat einen so simplen wie guten Grund dafür, all seine musikalischen Tätigkeiten eben nicht als vielseitig zu empfinden: „Letztlich interessiert mich künstlerisch immer das Gleiche.“

Um dieses übergeordnete Interesse zu benennen, müsste man einerseits das so oft zitierte Ausloten der Grenzbereiche zwischen Improvisation und Komposition erwähnen; und könnte andererseits diese alles und nichts sagende Floskel


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