Neigungsgruppe Liebe, Gewalt und keine Kohle

Feuilleton | aus FALTER 14/10 vom 07.04.2010

So hart wie Hartz IV: André Pilz’ Roman „Man Down“ kennt keine Scheu vor Kitsch und Klischees, packt einen aber dennoch

Buchkritik: Sebastian Fasthuber

I want to fuck you like an animal“, konstatierte Trent Reznor von der Industrial-Rockband Nine Inch Nails auf dem Album „The Downward Spiral“. „You can have my isolation / You can have the hate that it brings.“

Ficken, nicht etwa aus Spaß, sondern um irgendetwas anderes zu spüren als den Schmerz oder die Leere, die einen erfüllt. Wie es einem mitunter eben ergeht, wenn man zwischen der Postpubertät und den mittleren Zwanzigern männlich und frustriert ist.

Die alten Songs der Nine Inch Nails passen zu André Pilz’ Roman „Man Down“ wie die Faust aufs Auge. Von einer Pistole heißt es dort einmal: „Ich werde dieses verdammte Eisen nehmen, es dieser Scheißwelt in den Arsch stecken und abdrücken.“

Der deutsch-österreichische Autor (Jg. 1972) ist über seine Erlebnisse als Fußballfan in Innsbruck zum Schreiben gekommen.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige