Zwischen Pastell und buntem Furor

Feuilleton | aus FALTER 14/10 vom 07.04.2010

In einer großen Retrospektive beleuchtet das Filmmuseum die unterschiedlichsten Funktionen der Farbe im Film

Vorschau: Gerhard Midding

Bei einer Tagung, die die Cinémathèque française im vergangenen Dezember der Renaissance des 3-D-Kinos widmete, war der amerikanische Erfinder und Filmemacher Lenny Lipton zu Gast. Dieser Guru der momentan überaus lukrativ wiederentdeckten Technik wurde während einer Diskussion gefragt, ob sich die 3-D-Technik nicht auch in Hollywoodgenres durchsetzen könne, die keine spektakulären Geschichten und Effekte bräuchten.

Tatsächlich, erwiderte Lipton, habe er sich diese Frage gestellt, als er auf dem Flug von Los Angeles Woody Allens neuen Film „Whatever Works“ sah. Selbstverständlich habe er darüber nachgedacht, ob dieser Film in 3D funktionieren würde. Aber die entscheidende Frage sei ihm erst danach eingefallen: Warum wurde er überhaupt in Farbe gedreht?

Eigentlich würde es doch schon genügen, dass er über den Ton verfügt. Denn die meisten


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