Kill Billy!

Stadtleben | aus FALTER 14/10 vom 07.04.2010

Wie sich Ikea von gutem Design und Zeitgeist inspirieren lässt und dabei selbst Klassiker schafft

Stilkunde: Christopher Wurmdobler

Unmöglich! Im Grunde genommen ist Ikea eine Zumutung. Menschenmassen schieben sich durch Musterzimmer. Was wie heißt, wofür gut ist und wie viel kostet, sagt einem keiner. Man muss den Beipackzettel lesen und später in der Lagerhalle das entsprechende Fach finden, in dem das Möbel flunderflach im Pappkarton bereitliegt. Dieses penetrante Geduze der Kundschaft, diese aufgesetzte gute Laune. Kiloschwere Teile werden erst aufs Wagerl, an der Supermarktkasse vorbei und dann ins Auto gewuchtet, das meistens viel zu klein ist für all die Schränke, Betten und Küchenteile. (Ja, schon klar: Man kann sich den Kram auch liefern lassen.) Ganz davon abgesehen, dass fast jeder Besuch im Einrichtungshaus irgendwann einmal mit einem Beziehungsstreit endet. Und sei es auch erst Stunden später daheim beim Aufbauen der Möbelstücke: Ich habe doch gesagt, du sollst die


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