Kämpfen als Beruf

Stadtleben | aus FALTER 14/10 vom 07.04.2010

Wiens Europameisterin Doris Köhler schlägt sich als Profiboxerin durchs Leben

Porträt: Daniel Nutz

Keine Angst, du darfst mich fragen, was du willst. Privat schlage ich nicht zu. Ich bin ein friedliebender Mensch“, grinst Doris Köhler. Ihre Fäuste lässt sie nur im Ring sprechen, in einer dieser nach Schweiß und Testosteron riechenden Turnhallen, in denen sie sich mit männlichen Kollegen im Training misst.

Boxen ist eine der letzten Männerdomänen, zumindest wenn man es betreibt wie Doris Köhler: Die 34-Jährige – Trainingsjacke, kurzes, blondiertes Haar – boxt nicht wie hunderte andere Frauen im Fitnessstudio gegen einen Sandsack. Sie steigt in den Ring, um ihre Gegner umzuhauen. Sie ist dabei die erfolgreichste einer Handvoll österreichische Profiboxerinnen.

Eine Frau im Ring

Kämpfen war schon immer Köhlers Leidenschaft. Als Kind in Wien-Erdberg fing sie mit Judo an, wechselte dann zu Taekwondo und später zum Kickboxen, wo sie sieben Mal Amateur-Weltmeisterin wurde. Seit


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