Kritik

Lebenszeichen von zwischen den Wänden

Lexikon | aus FALTER 15/10 vom 14.04.2010

Der Street-Artist Banksy war schon in Israel: Die böse Mauer dort zierten subversive Schablonengraffiti des Briten. Die Galerie Inoperable stellt nun in der Schau „Walled In“ Proponenten der jungen Straßenkunstszene in Tel Aviv vor. Beim Erstkontakt mit den elaborierten Zeichnungen und Gemälden würde man jedoch nicht auf die Idee kommen, dass die Künstler nachts Spraydose und Schablone zücken. Einzig die comicartigen Collagen des Kollektivs Broken Fingaz deuten auf die Technik des paste up hin, wobei selbstentworfene Plakate mit Leim an öffentliche Wände kommen. Dafür dokumentiert ein Video die Werke der ausstellenden Künstler an Hauswänden und verbürgt so deren credibility. Politik spielt in der Schau keine Rolle, eigenwillige Erotik dafür umso mehr. ns

Inoperable, bis 1.5.


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