Vernissagen

Die Kunst kennt keinen „Inner City Blues“

Lexikon | aus FALTER 15/10 vom 14.04.2010

Sie ist eine shrinking city: Seit den 50er-Jahren hat die Autostadt Detroit die Hälfte ihrer Einwohner verloren, Niedergang der Industrie und Massenarbeitslosigkeit prägen die US-Metropole. Die Kunsthalle Wien zeigt nun, dass diese Kaputtheit sowie die seit den 90er-Jahren unter dem Schlüsselwort „Renaissance“ geförderte Wiederbelebung Künstler anzieht. So nützt etwa Scott Hocking ruinöse Fabrikshallen für seine Installationen und Fotografien. Auf urbanen Verfall und soziale Probleme reagieren „The Heidelberg Project“ und „Object Orange“ mit Kunst im öffentlichen Raum. Mike Kelley und Ellen Cantor stammen aus Detroit, und so wird ihr Zugang von Erinnerungen geprägt. In die „good old times“ führen McDermott & McGough, die die nostalgisch verklärten Dekaden in Fotos reinszenieren. ns

Kunsthalle Wien, project space, Di 19 Uhr


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