„Ich will in die Regierung“

Politik | aus FALTER 15/10 vom 14.04.2010

Wiens Grünen-Chefin Maria Vassilakou erklärt, warum Rot-Grün heute nicht mehr nur eine Zwangsvorstellung der Ökos ist

Interview: Julia Ortner

Um den mühsamen Job hat sie keiner beneidet. Als die damalige Stadträtin Maria Vassilakou 2004 zur Chefin der Wiener Grünen gekürt wurde, war die Partei ein Minenfeld. Fundis gegen Realos, Weltverbesserer gegen Pragmatiker, das war das grüne Lieblingshobby. Heute sitzt die Parteivorsitzende in ihrem verglasten Büro im Rathausklub, mit gutem Blick auf ihre Leute rundherum. Vassilakou ist es gelungen, die alten Konflikte zu befrieden – zumindest nach außen treten die Grünen vor der Wiener Wahl am 10. Oktober sehr geschlossen auf.

Falter: Frau Vassilakou, wer ist jetzt das Wahlkampfzugpferd bei den Wiener Grünen?

Maria Vassilakou: Ich wurde mit 99 Prozent zur Spitzenkandidatin gewählt, also muss ich den Wahlkampf-Karren ziehen.

Warum brauchen Sie Ex-Bundesparteichef Alexander Van der Bellen als Verstärkung?

Vassilakou: Meine Rolle ist eben


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