Wieder gelesen

Bücher, entstaubt

Politik | Wolfgang Zwander | aus FALTER 15/10 vom 14.04.2010

Der Weg zur Menschlichkeit

Weniger als zwei Monate vor Anpfiff der Fußball-WM nehmen in Südafrika die Spannungen zwischen Schwarzen und Weißen zu. Während rechtsextreme Buren Rache für ihren ermordeten Führer Eugène Terre Blanche schwören, singt Julius Malema, Nachwuchschef des African National Congress, öffentlich das alte Kampflied „Tötet die Buren“.

Wie hoch der Einsatz ist, den die Streitparteien zu verspielen drohen, zeigt die Lektüre von Nelson Mandelas Autobiografie „Der lange Weg zur Freiheit“. Das 1994 erschienene Buch avancierte innerhalb weniger Wochen zum Bestseller. Mandela schildert, was ihn politisierte, welchen Preis er für seinen Freiheitskampf zahlte und warum ihn der Geist des „Afrikanismus“ ansteckte. 27 Jahre sperrte ihn das Apartheid-Regime ins Gefängnis, wo er 1975 heimlich das vorliegende Buch zu schreiben begann.

Nelson Mandela: Der lange Weg zur Freiheit. 1994, Fischer, 861 S., € 14,40


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