Nachgetragen

Politik | aus FALTER 15/10 vom 14.04.2010

Wien, Europa und die Welt. Journal mehr oder weniger bedeutender urbaner Begebenheiten

Volksanwältin im Häfn: wie Terezija Stoisits Schubhäftlinge berät

Matthias G. Bernold

Ich bin kein Krimineller, warum bin ich eingesperrt?“, fragt der Inder im orangen T-Shirt. Es ist Sprechtag der Volksanwaltschaft im Polizeilichen Anhaltezentrum Hernals: Von 182 Insassen wandten sich am vergangenen Freitag 15 an die Volksanwältin Terezija Stoisits.

Viele – wie der Inder, der sich seit zehn Tagen im Hungerstreik befindet – hängen seit Jahren im Kreislauf aus Asylverfahren, Festnahmen, Haft und Abschiebung. „Dass die österreichischen Behörden Leute, um sie abzuschieben, einsperren, kann ich nicht ändern“, erklärt die ehemalige grüne Parlamentarierin, „ich kann ihnen nur helfen, wenn die Behörde Fehler begeht.“ So wie möglicherweise im Fall jenes Pakistani, der behauptet, von einem Sanitäter bei der Blutabnahme geohrfeigt worden zu sein. Akteneinsicht nehmen und Missstände aufdecken


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