Burggarten, Heldenplatz bloß nicht ausrasen!

Stadtleben | aus FALTER 15/10 vom 14.04.2010

Wie sich Freiheit für die Wiener Wiesen ganz unterschiedlich auslegen lässt. Und wie alle etwas davon haben könnten

Appell: Christopher Wurmdobler

Frühling ist im Burggarten. Liebespaare haben es sich auf mitgebrachten Decken auf der frischen grünen Liegewiese unter blühenden Bäumen gemütlich gemacht. Junge Menschen sitzen im Kreis, und einer spielt garantiert Gitarre; nebenan plärrt ein Ghettoblaster. Eltern mit Kinderwagen bringen den Nachwuchs an die frische Luft, Babys toben fröhlich quiekend. Eine Gruppe Jugendlicher kickt eine leere Colaflasche über den Rasen. Die Wienbesucher brechen auf, die Plastikflasche bleibt einfach liegen. Der Wind treibt eine zerfledderte Gratiszeitung über die Rasenfläche zwischen Ententeich und Palmenhaus. Ein älteres Paar, das auf einer der vielen Bänke am asphaltierten Weg um die Liegefläche sitzt, motzt: „Muss das sein?“

Muss das sein? Mit schöner Regelmäßigkeit schafft es der Wiener Burggarten, neben Heldenplatz und Volksgarten eine


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