Ein ganz neuer Markt

Stadtleben | aus FALTER 15/10 vom 14.04.2010

Der Karmelitermarkt rotiert im Gastroboom. Zwei neue, angenehme Beispiele

Lokalkritik: Florian Holzer

Dem Karmelitermarkt hat vor ein paar Jahren eigentlich niemand mehr eine realistische Überlebenschance gegeben: Grind, Tranklerhütten, kaum Angebot, wenig Vergnügen. Aber dann hat der Marktboom gegriffen, Gastronomiestandeln bemächtigten sich vorerst des Nasch- und Yppenmarkts, bunte Gemüsestände waren plötzlich der Szene liebste Kulisse, um Aperol-Spritz zu trinken, neue Lebenslust kehrte in die Marktgassen. Und es wäre nicht Wien, wenn das nicht sofort zum Ruf nach dem Gesetzgeber und nach Einschränkung geführt hätte, weil Spaß und Genuss, wo vorher keiner war, das darf ja nicht sein. Das Marktamt erließ ein paar Verordnungen, die den heiteren Boom aber weder unterbinden werden noch wollen.

Am heftigsten wird diesen Frühling jedenfalls am Karmelitermarkt umgerührt, wo in der südlichen Hälfte fast kein Stein auf dem anderen blieb. Der koschere Fleischer Bahur Tov etwa übersiedelte


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