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Grundkurs Kochen (72)

Stadtleben | aus FALTER 15/10 vom 14.04.2010

Diese Art des Blattspinats mundet nicht nur in Stinatz

Zugegeben, und um es mit Udo Jürgens zu singen: Wir waren „noch niemals in Stinatz“ (übrigens auch nicht „in San Francisco in zerrissenen Jeans“). Aber wir waren auf dem Markt und haben uns von frischen grünen Blattspinatblättern anlachen lassen. Wären wir fromm, hätten wir das Gemüse bereits in der Karwoche gekauft und zubereitet. Da wir aber nur verfressen sind, gibt’s Blattspinat erst jetzt!

Die Zubereitung ist so einfach, dass man nie wieder zum Tiefkühlprodukt greifen wird, allerdings muss man ein wenig Zeit investieren. Pro Esser kaufen wir ein Marktsackerl voll, eher mehr, das Zeug schrumpft nämlich tüchtig beim Kochen. Nun wird gesäubert. Von jedem Blatt den Stilansatz abschneiden (bei sehr jungem Spinat kann man sich das sparen), in die wassergefüllte Abwasch geben, rausnehmen, abtropfen lassen. Frisches Wasser in die Abwasch, Spinat wieder waschen, abtropfen. Das macht man ein paar Mal, damit kein Sand, keine Erde zurückbleibt. Abtropfen lassen.

In einem großen Topf kleingehackte Zwiebel glasig dünsten, dann den Spinat dazu. Deckel drauf und kurz anbraten. Dann wenden, Deckel drauf, die Blätter sind sehr rasch gar. Mit etwas Sojasauce ablöschen. Frischen, gehackten Knoblauch dazu (eher viel!), Salz, Pfeffer (Mühle!) und geriebene Muskatnuss nach Geschmack untermischen. Wer nicht so viel Flüssigkeit mag, lässt das ganze ein wenig einkochen. Fladenbrot dazu, fertig. Nein, passiert wird Blattspinat nicht. Nicht einmal in Stinatz. Wir sind ja keine Babys. cw


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