Tierisch geil: Toller Sex mit Ottern

Steiermark | aus FALTER 15/10 vom 14.04.2010

Barbara Frischmuth erforscht in ihrem Bestiarium „Die Kuh, der Bock, seine Geiß und ihr Liebhaber“ das nackte Wesen der Sprache

Buchkritik: Thomas Wolkinger

Dass sich aus der eingehenden Betrachtung des Animalischen Interessantes auch über die menschliche Natur, vielleicht sogar über das Göttliche gewinnen ließe, ist ein alter Motor für die Produktion literarischer Texte, die auch tierisches Personal als Akteure versammeln. Die oft prachtvoll ausgestalteten mittelalterlichen Bestiarien etwa, die sich auf den „Physiologus“ aus dem zweiten Jahrhundert zurückführen lassen, suchten tierische Wesensmerkmale mit christlicher Heilslehre kurzzuschließen, Märchen und Fabeln war es um moralische Erbauung zu tun. Mit einem Potenzial, das sich auch heute nicht bloß auf junge Leser erstreckt, wie jüngst Michael Köhlmeiers beinharte Tierparabel „Wie das Schwein zum Tanze ging“ gezeigt hat. Durch das Schwein sagt es sich oft besser als durch die Blume.

In Barbara Frischmuths Werk


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