Der schnellen Pointe sollst du misstrauen!

Steiermark | aus FALTER 15/10 vom 14.04.2010

In seinem neuen Roman „Das andere Gestern“ schickt der Grazer Autor Alfred Paul Schmidt sein Alter Ego in den Ruhestand

Buchkritik: Paul Pechmann

Mit den Krimis hab ich nur mein Geld verdient. Aber mit Herz und Hand bin ich gescheiterter Schriftsteller“, weiß die Hauptfigur des Romans „Das andere Gestern“ über sich zu berichten. Auch dessen Autor Alfred Paul Schmidt verdankte sein finanzielles Auskommen lange dem Medium Fernsehen, das er mit unzähligen Spielvorlagen für diverse Serien wie „Tatort“, „Eurocops“ oder „Stockinger“ belieferte. Und ebenso wie jener Lukas Feistritzer hat der 1941 geborene Schmidt mit dem Drehbuchschreiben in einem Alter aufgehört, in dem ein Durchschnittsbürger in Pension geht. Im Roman jedenfalls wird ein triftiger Grund für den Rückzug aus dem TV-Geschäft genannt – „wo’s viel Geld gibt, gibt’s naturnotwendig auch viele Trotteln“.

Seinem Dasein Sinn zu verleihen versucht der 55-jährige Lukas fortan durch das Ausleben seiner

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