Kritiken

Liebe und Sex in Zeiten des Internet

Lexikon | aus FALTER 16/10 vom 21.04.2010

Miss Prune, Miss Fig, Miss Quick, Hombre und Monsieur Soif, sie alle haben ein Profil auf „myface“, sie alle suchen nach Liebe oder Sex – „5 Personen gefällt das“. Die Bühne ist einfach und in Weiß gehalten, so muss die Zukunft ausschauen, in der man die große Liebe nur noch übers Internet findet, weil man im realen Leben zu unsicher ist. In „My Face – Liebe mich!“ von Grischka Voss wird ein Profil nach dem anderen gedatet und entblößt, dazwischen bleiben die Menschen hinter ihren Profilbildern allein zurück und wandeln zu sehnsüchtiger Musik (Bernhard Fleischmann) einsam durch den Raum. Treffen sie sich, kommt es zum „ego-“ oder „quick fuck“. Berührend oder lustig wird die Inszenierung des Bernhard Ensembles aber nicht – Profilbild: plattitüdenhaft. SS Das Off-Theater, Fr, Sa, Di 19.30 (bis 11.5.)


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