Tipp Klassik

Trost für die Lebenden: Brahms’ Deutsches Requiem

Lexikon | Carsten Fastner | aus FALTER 16/10 vom 21.04.2010

Eine Totenmesse als Musik für die Lebenden: Nach jahrelanger Arbeit stellte Johannes Brahms 1869 in Leipzig sein „Deutsches Requiem“ vor. „Seit Bachs h-Moll-Messe und Beethovens, Missa solemnis‘ ist nichts geschrieben worden, was auf diesem Gebiete sich daneben zu stellen vermag“, so schwärmte der Wiener Musikkritiker Eduard Hanslick. Und tatsächlich ist dieses singuläre Stück bis heute eines der populärsten Werke Brahms’ geblieben. Wohl auch, weil es ihm bei der Komposition aus schmerzlicher Erfahrung weniger darum ging, die ewige Ruhe der Toten zu besingen, als vielmehr darum, Trost zu spenden all denen, „die da Leid tragen“. Georges Prêtre leitet die Wiener Symphoniker, die Solopartien singen Dorothea Röschmann und Christian Gerhaher.

Konzerthaus, 29. & 30.4., 19.30


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