Kritik

Fette Beute von sechs Augen

Lexikon | aus FALTER 16/10 vom 21.04.2010

Alle fünf Jahre rafft sich die Kunsthalle zu einer Überblicksschau namens „Lebt und arbeitet in Wien“ auf, die ausländische Kuratoren nach rein qualitativen Kriterien bestellen sollen. Für die aktuelle Ausgabe begaben sich Xenia Kalpaktsoglou (Athen Biennale), Raphaela Platow (Contemporary Arts Center, Cincinnati) und Olga Sviblova (Multimedia Art Museum, Moskau) auf die Jagd. In ihrer Selektion zeigen sie nicht nur junge Künstler, sondern auch Urgesteine wie Mara Mattuschka und Rudolf Polanszky. Mögen die Arbeiten einzeln auch interessant sein, so gehen sie im Kraut- und-Rüben-Mix der Schau leider ziemlich unter. Der Betrachter sollte also fähig sein, mental Trennwände zu errichten, und nicht mit der Erwartung kommen, repräsentative Trends ableiten zu können. ns

Kunsthalle Wien, bis 30.5.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige