Festival

Vorschau aufs Festival des frankophonen Films

Lexikon | aus FALTER 16/10 vom 21.04.2010

Das Schöne am „Festival du film francophone“ ist der Umstand, dass Französisch einmal eine Weltsprache war. Deshalb gibt es hier nicht nur Filme aus Frankreich zu sehen, sondern auch aus Belgien, Kanada und der Suisse romande. Über zwanzig Produktionen bestreiten das Programm, weshalb man bei der persönlichen Auswahl jene Filme hintanstellen sollte, die bereits einen österreichischen Verleih gefunden haben, etwa Philippe Liorets „Welcome“, François Ozons „Le Refuge“ oder Riad Sattoufs hippe Coming-of-Age-Komödie „Les Beaux Gosses“.

Empfohlen sei jedoch neben Bruno Dumots „Hadewijch“ unbedingt „La Donation“, die jüngste Arbeit des kanadischen Anthropologen und Filmemachers Bernard Émond, zugleich der Abschluss seiner Trilogie über Glaube, Liebe und Hoffnung: Eine 40-jährige Ärztin aus Montréal (Élise Guilbault) übernimmt eine Praxis in einem Provinzkaff und lernt dadurch Land, Leute und sich selbst kennen. Ein leiser Film über einen vergessenen Ort, in dem nicht nur Frankreich und seine Sprache ihre Spuren hinterlassen haben. MP

21. bis 29.4. im Votiv-Kino


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