Neue Platten

Kurz besprochen

Lexikon | aus FALTER 16/10 vom 21.04.2010

Alte Musik

Oswald v. Wolkenstein: Songs of Myself Es geht um Gott, die Welt und die Frauen und das auf durchaus derbe Art. Oswald von Wolkenstein (1377–1445), der dichtende Ritter, wusste, wovon er sang. Schon mit zehn Jahren war er ausgezogen, um zu „besehen, wie die werlt wer gestalt“, und was er sah, berichtete der Weitgereiste ungeschönt in autobiografischen Liedern. Begleitet vom Ensemble Shield of Harmony bringt Andreas Scholl diese deftigen Zeugnisse aus dem Mittelalter zum Klingen – sicher stilgerecht, aber auch etwas distanziert im klaren Countertenor, am überzeugendsten immer dann, wenn er in den Bariton wechselt. (Harmonia Mundi) CF

J.S. Bach: Goldberg-Variationen Der Knaller kommt zur zweiten Halbzeit. Andreas Staier eröffnet die 16. der 30 „Goldberg-Variationen“ mit einem satten Akkord im vollen Register und zeigt wortwörtlich mit einem Schlag, welche Wucht in seinem Instrument steckt. Die außergewöhnliche Klangvielfalt dieses Nachbaus eines Hass-Cembalos von


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