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Falter & Meinung | aus FALTER 16/10 vom 21.04.2010

Es freut uns, Ihnen heute anstatt der üblichen Interna dieses Interview (weltexklusiv!) bieten zu können:

Falter: Selbst die zuversichtlichsten Fans der Laufgemeinschaft Bleiwüste haben nicht mit diesem Triumph gerechnet – Sie schon?

Klaus Nüchtern: Als Senior Captain habe ich natürlich gewusst, dass in unserer Marathonstaffel mehr Potenzial steckt, als es die peinliche Performance des letzten Jahres erahnen ließ, aber dass wir unser deklariertes Laufziel (unter vier Stunden zu bleiben, Red.) so souverän erreichen würden, hätte ich nicht zu hoffen gewagt.

Mit 3:54:13 waren Sie um eine Viertelstunde schneller als 2009 und haben sich um 348 Ränge verbessert – was war das Geheimnis dieses einmaligen Erfolges?

Nüchtern: Wir sind in erster Linie mental gewachsen. Schau’n Sie, wenn der Gepp-Sepp im Vorjahr den Nutz-Dani am Handy anruft und fragt, wo er bleibt – das ist keine Professionalität, das ist ein Kindergarten.

Wie wichtig waren die Umstellungen?

Nüchtern: Als ehemaliger Kettenraucher hat sich der Gepp für den Sprint empfohlen und sich trotz externer Aschebelastung auch prompt um 1,05 km/h gesteigert. Auch der Dani und der Heshmatpour-Stoffl haben getauscht, entscheidend war das aber nicht: Im Laufsport ist es wie im Fußball – heute muss jeder auf jeder Position seinen Mann stehen können.

Ihr Ziel für nächstes Jahr?

Nüchtern: Die Burschen haben Blut geleckt und wollen jetzt alle den Halbmarathon angehen. Aber sollten wir noch mal als Staffel antreten, dann können uns die neoliberalen Arroganzler vom Wirtschaftsblatt den Dreck aus den Profilsohlen fressen!


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