Seinesgleichen geschieht

Die tiefe Wut des Zeitalterls, oder warum ich Heinz Fischer wähle

Der Kommentar des Chefredakteurs


Armin Thurnher
Falter & Meinung | aus FALTER 16/10 vom 21.04.2010

Man kann über Heinz Fischer sagen, was man will: Das Amt und der Mann passen auf eine Art zueinander wie kaum ein Amt und dessen Träger oder Trägerin in der Republik. Auf eine angenehme Art. Heinz Fischer ist sach- und fachkundig, er hat in seiner Amtszeit keinen einzigen wahrnehmbaren Fehler gemacht, selbst seine politischen Gegner mussten ihm – wie Vizekanzler Josef Pröll – eine untadelige Amtsführung attestieren. „Der Bundespräsident hat eine sehr bürgernahe Politik verfolgt. Ich habe in puncto Gleichbehandlung der Parteien nichts auszusetzen. (…) Fischer hat seine Bundespräsidentenjahre bislang professionell abgehandelt“, sagte er letzten Sommer in einem Interview den Vorarlberger Nachrichten. Damals war die mögliche Kandidatur seines Onkels Erwin bereits ein Thema gewesen.

Der Wahlkampf war die beschämende Quittung Österreichs für Fischers tadellose Jahre als Bundespräsident. Erst heckte der böse Geist des Landes die Idee aus, die beiden Prölls an die Spitze

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