Kolumne

Eine Tragödie bringt Russen und Polen einander näher

Außenpolitik


Raimund Löw
Falter & Meinung | aus FALTER 16/10 vom 21.04.2010

Am 8. Mai, dem 65. Jahrestag des Sieges über Hitlerdeutschland, werden in der russischen Hauptstadt keine Stalinbilder hängen. Wladimir Putin hat nach einigem Zögern gegen die schändliche Idee sein Veto eingelegt, einen der Hauptverantwortlichen für die Katastrophen des vergangenen Jahrhunderts in aller Öffentlichkeit zu rehabilitieren. Dem schleichenden Comeback des blutbehafteten Diktators wurde durch die spektakuläre russisch-polnische Versöhnung nach dem Unfalltod Lech Kaczynskis und über den Gräbern von Katyn ein Ende gesetzt.

Gleich zweimal zeigte das staatliche russische Fernsehen in den letzten Tagen „Katyn“, den herzzerreißenden Film des polnischen Starregisseurs Andrzej Wajda über den Massenmord an 22.000 polnischen Offizieren durch den sowjetischen Geheimdienst NKVD nach dem Hitler-Stalin-Pakt. Noch vor kurzem galt Wajdas Monumentalwerk in der offiziellen Presse als antirussische Propaganda. Aber auf den verheerenden Absturz der polnischen Präsidentenmaschine

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