Nachgetragen

Wien, Europa und die Welt. Journal mehr oder weniger bedeutender urbaner Begebenheiten

Politik | aus FALTER 16/10 vom 21.04.2010

Türkische Schüler als Wahlkampfthema: Es gibt zu wenige Lehrer

Ingrid Brodnig

Zuerst hatte sich Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) nicht abgeneigt gezeigt, türkische Schulen seien für ihn vorstellbar. Nun sprach sich Häupl im Landtag dezidiert gegen diese Idee aus. „Lernt Deutsch“, lautet sein Vorschlag an die Community. Zuvor hatte es Kritik der Opposition gehagelt. ÖVP-Chefin Christine Marek warnte vor „Ghettoschulen“, die Freiheitlichen vor „Parallel- und Gegengesellschaften“.

Ein halbes Jahr vor der Wien-Wahl sind sich die Oppositionsparteien in diesem Punkt einig: Die städtischen Schulen haben ein Integrationsproblem, in vielen Klassen sitzen fast ausschließlich Migrantenkinder.

Selbst die Grünen fordern mittlerweile einen verpflichtenden Muttersprachenunterricht. In der Pflichtschule soll jedes Kind täglich eine Stunde lang die eigene Muttersprache lernen. Für das grüne Reformpaket würden allerdings 500 zusätzliche Lehrer benötigt.

Hier zeigt sich ein ganz


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