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IT-Kolumne

Medien | Ingrid Brodnig | aus FALTER 16/10 vom 21.04.2010

Das Internet versorgt uns mit Unmengen an Information. Auch solcher, die wir gar nicht brauchen. Dank Twitter weiß ich nun, wer Justin Bieber ist: der neue Teenie-Star aus Kanada. Er ist erst 16 Jahre alt, schaut aus wie zwölf und singt sich mit seinem Kaugummi-Schmusepop in die Herzen aller kleinen Mädchen. Mir wäre der Bieber total egal, würde er nicht ständig auf Twitter auftauchen. Jeden verdammten Tag ist er ein „Trending Topic“ auf der Onlineplattform, zehntausende Fans tratschen dort über ihn, jede Minute treffen hunderte Meldungen ein. Der junge Sänger twittert auch selbst: Vormittags berichtet er aus der Schule. Nachmittags bedankt er sich für Platz eins in den US-Charts. Früher war das besser. Da waren Stars noch unnahbare Menschen, die man höchstens einmal beim Konzert sah. Dann kamen die Paparazzi und danach Twitter, jetzt landet jeder Furz in der Öffentlichkeit. Ich finde das nicht so sexy – außer es geht um meine Lieblingsbands. Über die lese ich auch jedes Detail im Netz. Kreisch!


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