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Medien | aus FALTER 16/10 vom 21.04.2010

Endlich – eine professionelle Kamera für Dilettanten!

Prüfbericht: Thomas Vašek

Als Fotograf bin ich eigentlich völlig unbegabt. Umso mehr stehe ich auf schweineteure Hightech-Kameras mit meterlangen Objektiven. Allerdings nur in der Theorie. In der Praxis benutze ich eine 08/15-Kompaktkamera, und die ist mir schon kompliziert genug. Irgendwie hätte ich gerne eine Kamera, die professioneller wirkt – und die trotzdem idiotensicher ist. Für Leute wie mich haben Olympus und Kodak schon vor einigen Jahren den sogenannten Micro-Four-Thirds-Standard entwickelt – einen Standard für Kompaktkameras mit Wechselobjektiven. Leider waren diese Kameras meist zu teuer, zu kompliziert oder beides.

Mit der E-PL1 hat Olympus jetzt eine halbwegs preisgünstige Systemkamera für Einsteiger herausgebracht. Die Kamera (rund 600 Euro, nur Gehäuse, online billiger) verfügt über einen Live-MOS-Sensor mit 12,3 Megapixeln. Unter anderem kann man damit HD-Videos aufnehmen. Originell ist die eingebaute Bildbearbeitungsfunktion, mit der man etwa Fotos im Pop-Art-Stil verfremden kann. Besonderes Augenmerk hat man auf die ausführliche Hilfefunktion gelegt. Mit einem Szenen-Modus kann man die Kamera auf bestimmte Motive einstellen – und diese Einstellungen dann auch für ein Video übernehmen. Und für fotografische Deppen wie mich gibt’s den Automatikmodus, bei dem man sowieso nichts falsch machen kann.

Wer es noch einfacher haben möchte, kann immer noch mit seinem Handy knipsen. Sieht halt nicht sehr professionell aus.

Thomas Vašek ist Journalist und Buchautor in München


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